#1

Wird die Berichterstattung über Kindergärten kritischer?

in Fachpolitik 04.07.2016 22:14
von amaria • 10 Beiträge

Hallo!

Auf Zeit online wird in letzter Zeit häufiger als früher kritisch über die Kinderbetreuung in Krippen und Kitas diskutiert. Wie wirkt das auf Erzieher, Sozialpädagogen und Bildungswissenschaftler? (Ich finde, dass viel zu lange über Fehlentwicklungen kaum offen gesprochen wurde und bin gespannt, wie es weitergehen wird.)

Freundliche Grüße

amaria

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#2

RE: Wird die Berichterstattung über Kindergärten kritischer?

in Fachpolitik 08.07.2016 20:55
von amaria • 10 Beiträge

Heute wurde schon wieder ein neues "Kindergartenthema" auf Zeit online eingestellt: Wo Hinschauen belohnt wird http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-07/...343#cid-7632343

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#3

RE: Wird die Berichterstattung über Kindergärten kritischer?

in Fachpolitik 21.12.2016 10:37
von Angelika Mauel • 19 Beiträge

Hallo!

Es muss wirtschaftlich vorteilhafter sein, frühkindliche Bildung zu loben, als Mängel in der Kinderbetreuung zu kritisieren. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Resolution des Kinderhilfswerks - Keine Kita ohne Außengelände! https://www.dkhw.de/unsere-arbeit/schwer...aussenflaechen/ - immer noch nicht einmal ansatzweise die Beachtung gefunden hat, die ein wichtiges Anliegen verdient.

Ich frage mich, ob Fachzeitschriften für Erzieher, wie beispielsweise "Kindergarten heute" (Immerhin taucht die Bezeichnung "Garten" noch auf jedem Titelblatt auf) oder "Betrifft Kinder" noch ein, zwei, drei, vier oder fünf Jahre Bedenkzeit brauchen werden, bis sie sich auf die Problematik der fehlenden oder viel zu kleinen Gärten für Kinder einlassen?

Es ist schon soweit gekommen, dass Eltern es "besser" finden, ihr Kind in einen Kindergarten ohne Außenglände zu bringen, wenn die Erzieherinnen angeben, regelmäßig mit den Kindern auf verschiedene Spielplätze zu gehen. Es fällt in Großstädten auf, dass zahlreiche Kinder auf viel zu wenig Platz in einen "Käfig" namens Außengelände gepfercht werden. Diese armen Kinder haben dadurch sogar weniger Bewegungsspielraum als Kinder, die zu Spielplätzen und in Parks laufen müssen.

Wenn sich das Deutsche Kinderhilfswerk mit seiner Resolution weiter vorgewagt hat als der Deutsche Kinderschutzbund oder die Deutsche Liga für das Kind, so könnten sich doch auch endlich Journalisten besinnen, dass sie mehr drauf haben, als zu loben und zu beschönigen.

Schade, dass sich Kristina Schröder und Manuela Schwesig nie ausdrücklich von der Familienpolitik Ursula von der Leyens distanziert haben.


Angelika Mauel


zuletzt bearbeitet 21.12.2016 10:40 | nach oben springen


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